Hol es dir zurück!

Schon seit Tagen, ausgelöst durch die Todesnachricht, begleitet mich der Song  „Purple Rain“ von Prince im Ohr. Ich wache morgens damit auf, er begleitet mich durch den Tag und ich schlafe abends damit ein. Mit dem Star Prince verbinde ich meine Jugendzeit. Natürlich nicht nur mit ihm, es gibt noch zahlreiche andere Stars, die mich an jene Zeit erinnern. Jedoch der Tod von Prince hat mich echt schockiert und betroffen gemacht. Ich habe den Eindruck, als würden viele großartige Menschen derzeit unsere Erde verlassen. Meine Idole, meine Helden. Ich kann mich noch gut erinnern an jenes Prince-Konzert in Hamburg, welches sogar in die Geschichte einging. Es war eine super bewegte, wilde Zeit. Die Zeit der Nachwehen der Hippie Zeit mit Love, Peace and Happiness, die Zeit der Bhagwananhänger, dann der Punks und…Es war die Zeit der Loslösung und Abgrenzung vom Elternhaus, des Suchens und Findens der eigenen Identität und Weges, der Werte wie Glück, Liebe, Freiheit, eine Zeit des Probierens und Experimentierens, der freien Liebe und vieles mehr. Es war eine verdammt geile Zeit, wahrlich nie wieder habe ich so intensiv gelebt und viel ausprobiert, wie in jener Zeit. Wir hatten Spaß ohne Ende, aber auch Verpflichtungen wie Schule, Ausbildung oder Studium. Doch was ist daraus geworden und warum erzähle ich dir davon? Erfahre hier mehr…

Purple Rain – und das verlorene Lebensgefühl

Am vergangenen Wochenende hatte ich ein sehr intensives Aufstellungswochenende. Wir sind um die 35 Menschen gewesen und haben wirklich intensiv an den verschiedensten Themen gearbeitet. In der Eingangs- und Vorstellungsrunde habe ich den Teilnehmern erzählt, dass mich dieses eine Lied von Prince seitdem ich die Todesnachricht gelesen habe, durch meinen Alltag begleitet. Einige kannten das Lied, andere konnten damit weniger anfangen. Anfang der 80erJahre waren wir verdammt jung und teilweise noch sehr unerfahren, aber dem damaligen Zeitgeist entsprechend wollten wir alles anders machen als unsere Eltern es taten. Wir experimentierten mit Alkohol und Drogen, saßen bis spät in die Nacht Tee-trinkend und diskutierend zusammen, hatten tollen Sex, viele durchtanzte Nächte und uns schien ALLES möglich. Es war die Zeit des Aufbruchs in ein „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ und hiermit ist keineswegs die USA gemeint. Es war das Lebensgefühl schlecht hin. Liebe, Leidenschaft, Ekstase. Doch wohin ist es bloß verschwunden? Was ist aus uns geworden?

Viele von uns sind in einer Art „Hamsterrad“ gefangen, andere sind vom tristen Alltag fast verschluckt worden, die einstige Leichtigkeit und pure Lebensfreude ist verflogen. Stattdessen haben wir viele Verpflichtungen wie Job, die Abzahlung des Eigenheimes, vielleicht auch Kinder und viele werden von massiven Existenz- und Verlustängsten gequält. Die ersten festen Beziehungen und Ehen sind bereits gescheitert, Verträge aufgekündigt und viele „fahren“ mit angezogener Handbremse durch das Leben. Das einstige Leben hat mächtig an Fahrt und Farbe verloren. Dabei wollen wir alle nur eins: glücklich sein! Wir möchten diese ursprüngliche Lebensgefühl wieder haben, wir wollen die Handbreme, die Blockaden lösen, die uns daran hindern wirklich glücklich und zufrieden zu sein, die uns von Dingen abhält, um dieses und andere Ziele erreichen zu können. Es ist eine Zeit des erneuten Aufbruchs, der Auflösung, der Transformierung, des Loslassens von all dem, was nicht mehr zu uns und zu unserem Leben passt.

Bei mir persönlich ist es folgendes:

Ich möchte all die Menschen aus meinem Leben werfen, die mir nicht gut und (manchmal auch vorsätzlich) weh tun.  Ich mag auch nicht jene Menschen, die nur so tun als ob sie mir wohlgesonnen wären, aber insgeheim alles unternehmen um mir Steine in den Weg zu legen. Die andere Mitmenschen verletzten (verbal oder non-verbal) oder sich über deren Persönlichkeitsgrenzen gnadenlos hinweg setzen. Jene Menschen, die lästern, ständig schimpfen und klagen, Forderungen stellen an andere, die sie selbst nicht im Mindesten erfüllen (wollen). Die immer nur an sich denken, sich permanent um sich selbst drehen und zum Beispiel ihren Teil der Verantwortung nicht sehen geschweige nachkommen wollen.

Ich möchte all den Ballast, also all jene Dinge und Gegenstände, die ich nicht mehr benötige oder vielleicht sogar kaum bis nie ge-und benutzt habe, endlich aus meinem Heim und somit Leben verbannen. Sie blockieren nicht nur Raum und Schränke, sondern auch meinen Lebensfluss.

Ich möchte endlich alles loswerden, was mich vom Leben abhält. Dazu gehören auch Ängste. Auch ich leide mitunter unter Existenzängsten. Wie wird es weitergehen? Schaffe ich es allein mit den drei Kindern? Werden wir immer ein Dach und zu essen haben? Werde ich mir auch mal etwas außer der Reihe gönnen können und wie schaut es später aus? Wohin wird die Reise gehen? Ich arbeite selbständig, habe meine eigene Praxis, bin somit zumindest frei von Chefs und sonstigen Weisungsübermittlern. Das hört sich erst einmal gut an, denn ich kann mein eigenes Ding machen, zum Beispiel selbst entscheiden, was ich anbiete, mit wem ich arbeiten möchte usw. Aber ich trage hierfür auch allein die Verantwortung, das volle Risiko. Mag sein, dass es im Angestelltenverhältnis leichter wäre und „Mainstream“ geht auch deutlich einfacher. Aber ich wollte es so, es war meine ganz bewusste Entscheidung. Ich liebe meine Arbeit sehr, sie erfüllt mich und ich fühle mich berufen, anderen Menschen zum Beispiel in schwierigen Lebenssituationen  beratend zur Seite zu stehen. Und ich möchte gern andere Frauen, in ähnlicher Lage, beratend unterstützen, damit sie schneller in ihre Kraft kommen, neuen Mut entwickeln und den Herausforderungen des Lebens gelassener entgegen treten können. Oder damit auch sie den Mut finden, ihre eigenen Träume, Pläne, Ziele endlich anzugehen und zu verwirklichen. Denn es macht zufriedener, oftmals freier, auf jeden Fall glücklicher.

Natürlich kann es voll daneben gehen. Selbständigkeit hat auch seine Tücken. Und ich bin auch nicht für alle Menschen – Klienten – die richtige Beraterin und Therapeutin. Es gibt Wochen und Monate da läuft mein Business richtig gut und manchmal scheint gar nichts zu gehen. Aber aufgeben? Aufgeben ist für mich keine Option, war es auch nie. Ich habe im Verlauf meines Lebens bereits ganz andere Hürden genommen und ich bin mir sicher, dass ich es schaffe. Und wenn nicht, dann kann ich zumindest behaupten, dass ich es wirklich probiert habe anstatt nur davon zu träumen oder gar zu quatschen. Hinfallen ist nämlich keine Schande, (nur) liegenbleiben dagegen schon. Und ich probiere es wenigstens, bin aktiv statt passiv, will mein Leben einschließlich Business selbst gestalten. Nach meinen Wünschen, meinen Vorstellungen.

Menschen – Weggefährten wie Prince, aber auch Michael Jackson, David Bowie, Freddie Mercury und auch ein Roger Willemsen, um nur einige hier zu nennen, haben es vorgemacht. Sie alle haben an sich geglaubt, ihren Traum gelebt. Sie alle hatten eine Botschaft, die sie unter die Menschheit bringen wollten. Sie sangen von Liebe, Frieden, von Herausforderungen die es zu überwinden gibt, von Freiheit, von Selbst- und Nächstenliebe, von Verantwortung. Natürlich gibt es noch eine ganze Menge anderer großartiger Menschen, die nicht auf einer Showbühne stehen, sondern abseits, manchmal auch im Verborgenen wirken und dennoch Großes bewirken. Meine, deine – unser aller Bühne heißt LEBEN. Nun ist es nicht jedem möglich, etwas Nachhaltiges zu erschaffen. Ist auch hier und jetzt nicht wichtig. Wichtig bist du! Du und dein Leben!

Was möchtest du verändern? Was soll sich in deinem Leben noch für dich erfüllen? Wofür brennst du? Wofür brauchst du Mut?

Hast du dir hierüber mal Gedanken gemacht? Das Leben kann so schnell vorbei sein. Schicksale wie das von Prince machen es uns bewusst. 57 Jahre ist doch kein Alter zum sterben, oder? Also, worauf wartest du? Was muss passieren, damit du in Wallung kommst? Oder ist bei dir alles klasse? Dann herzlichen Glückwunsch zum Jackpot des Lebens!

Ich will mein Leben nicht verschwenden. Mir ist bewusster denn je, dass ich mein altes Lebensgefühl zurück haben möchte. Ich will in das pralle Leben eintauchen, es spüren, tanzen, alles bewusst in mir aufnehmen. Ich will Liebe, Geborgenheit und Wärme – und das nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder und weitere Mitmenschen. Ich will ein besseres Miteinander, anstatt Gegeneinander, anstatt Neid und Missgunst. Ich möchte kein besser oder schlechter, ich will Respekt, Achtung vor dem anderen, Ehrlichkeit, Frieden, eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen. Und du?

Es heißt: „Wir werden im Leben nur vor jene Herausforderungen gestellt, die wir auch bewältigen können. Und alles was wir hierzu benötigen, tragen wir in uns“. Solltest du aktuell vor einer Herausforderung stehen, dann gehe diese an. Werde aktiv, ändere es ab. Bleib nicht im Jammertal stehen, bade nicht im Selbstmitleid – das bringt dich nicht weiter. Wenn du etwas verändern möchtest, dann ändere es JETZT. Fang heute damit noch an. Jeder noch so kleine Schritt bringt dich deinem Ziel näher. Wenn du es allein nicht schaffst oder nicht weißt, wie du es anfangen oder bewerkstelligen sollst, dann suche dir Vorbilder, Unterstützung von „Experten“ auf diesem Gebiet. Profitiere von deren Erfahrungen und deren Methoden. Es ist keine Schande andere um Hilfe zu bitten, es ist die Übernahme von Verantwortung.

Es ist nie zu spät, das Leben zu leben, welches du dir wünschst. Du kannst jeden Tag neu starten. Nur anfangen musst du.  Die Vergangenheit kannst du nicht mehr verändern, denn das was dort passiert ist, ist bereits gewesen – vergangen. Die Zeit läuft und läuft. Was du kannst, ist, dich den Schatten der Vergangenheit bewusst stellen. Sie anzusehen, ins Leben integrieren, sie als ein Puzzleteil deines Lebenspuzzles zu würdigen – zu sehen. Mit Hilfe von Aufstellungen kannst du mehr Licht ins Dunkle bringen, mehr Klarheit gewinnen und durch die Erfahrung zum Beispiel mehr Kraft durch deine Ahnen gewinnen, mehr Selbstvertrauen aufbauen usw. Diese Methode ermöglicht dir zu erkennen, warum du so tickst, wie du tickst bzw. was dein Handeln beeinflusst und vieles mehr. Natürlich gibt es noch andere Methoden. Doch die besten Methoden nützen nichts, wenn sie nicht angewendet werden. Wenn du also wirklich etwas verändern möchtest in deinem Leben – dann musst du aktiv werden.

Wir alle haben im Leben unsere Herausforderungen. Wir alle haben schon Verletzungen erlitten, schmerzhafte Wunden davon getragen. Wir alle waren mal Opfer, mal Täter. Ich habe leider einige Fehler gemacht. Ich habe Menschen verletzt und es tut mir aufrichtig leid und ich schäme mich auch dafür. Aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen, jedoch kann ich mich entschuldigen und es künftig besser – anders machen. Auch mir wurden von anderen Menschen Verletzungen zugefügt. Und ich habe auch schon einige Male mit dem Leben gehadert, fühlte mich schutz- und wehrlos, unverstanden, nicht gesehen, ungeliebt. Aber ich habe dann immer meinen eigenen Anteil entdeckt – gesehen. Diese Bewusstsein hat mir geholfen, die Dinge zu verändern. Anfangen musste ich stets bei mir. Denn ändern kann ich mich nur selbst, dich nicht. Jeder ist für sich verantwortlich – und wenn man eine Sache verändert, dann verändern sich meistens andere auch. Probiere es einmal aus.

Ich wünsche dir Mut und Zeit, über dich und dein Leben nachdenken zu können. Und dann lege los. Holen wir uns die Lebendigkeit, die Leichtigkeit und Lebensfreude wieder zurück.

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Danke an Prince, David Bowie und die vielen anderen Vorbilder, die uns leider viel zu früh verlassen haben. Aber eure Botschaft schwingt und hallt noch durch die Atmosphäre, durch unser Sein. Möge sie noch viele andere Menschen erreichen.

Informationen zu meinem Angebot findest du oben auf dieser Seite oder unter www.praxis-gina-haschke.de

 

 

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