Weck den Widerstand in dir

Jeder von uns hat schon die Erfahrung gemacht, dass das Leben nicht immer so verläuft, wie man es gerne hätte bzw. sich wünscht. Von Zeit zu Zeit erleben wir Rückschläge, sei es im privaten Leben, gesundheitlich oder beruflich. Während manche Menschen durch Rückschläge stark verunsichert und entmutigt werden, gehen andere wiederum gestärkt aus einer Krise hervor. Doch wie kommt es, dass einige Menschen jene Lebenskrisen oder Rückschläge besser meistern als andere? Und was kann jeder von uns tun, um besser mit diesen Krisen fertig zu werden?

Der Umgang mit Krisen und Rückschlägen

Rückschläge und Fehler machen ist nichts Schlimmes oder gar Negatives. Sie sind zwar im ersten Moment des Erlebens „blöd“ und „ungemütlich“, aber im Nachhinein oft das Beste, was einem passieren konnte. Allerdings wird dies meist erst mit einem gewissen Abstand in der Rückschau bewusst. Fehler zu machen sowie Rückschläge gehören zum Lernprozess, man könnte sie auch als Grundbausteine der persönlichen Entwicklung bezeichnen. Das Manche Menschen damit besser umgehen können, liegt an ihrer Resilienz (Widerstandsfähigkeit). Resilienz ist die Fähigkeit, sich immer wieder nach schweren Schlägen und widrigen Situationen und Umständen aufzurappeln wie ein Stehaufmännchen. Manch einer kommt mit einer guten Resilienz auf die Welt, andere „erlernen“ diese in ihrer Kindheit. Resilienz ist ein mächtige Komponente (Ressource), aus Fehlern und Krisen zu lernen anstatt sich davon aus der Bahn werfen zu lassen. Auch wenn du nicht zu den Menschen gehörst, die mit einer guten Resilienz ausgestattet sind, so ist noch lange nicht Hopfen und Malz verloren, denn man kann diese auch zu einem späteren Zeitpunkt „erlernen“ und/oder gegebenenfalls weiter ausbauen.

Was uns als eine schwere Prüfung erscheint, erweist sich oft als Segen. (Oscar Wilde)

Doch was kann dir nun helfen mit Rückschlägen besser fertig zu werden? Hier nun ein paar nützliche Hinweise und Tipps:

01. Unperfekt ist das neue Perfekt!

Sicherlich hast du diesen Spruch bereits einmal gehört oder gelesen. Ich finde ihn klasse! Gerade weil unsere Gesellschaft so sehr zum Perfektionismus neigt. Doch Fehler passieren nun mal und es gibt niemanden, der nicht schon Fehler im Leben gemacht hat. Nichts ist oder läuft zu 100 Prozent perfekt! Daher verabschiede dich von dem Zwang eine Perfektionistin zu sein, denn damit machst du dir dein Leben nur unnötig schwer.

02. Akzeptiere, dass Krisen zum Leben dazu gehören!

Ein Leben ohne Herausforderungen, ohne Klippen, die es zu meistern gilt, gibt es nicht. Das wäre auch auf die Dauer langweilig, glaube mir. Krisen sind die Möglichkeit zu wachsen. Wenn du bereit bist eine Lebenslektion zu lernen, dann unterstützt dich das Schicksal hierbei. Eine alte chinesische Volksweisheit sagt:“ Wenn der Schüler bereit ist, wird der Lehrer kommen“. Daher sind Krisen Herausforderungen des Schicksals etwas Neues zu lernen und daran zu reifen.

So ist das im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Andere. Die Tragik liegt darin, dass wir nach der geschlossenen Tür blicken, nicht nach der offenen“. (Andre Gide)

03. Glaube an dich!

Eine der wichtigsten Dinge ist, dass du an dich glaubst. An deine Stärke, an deine Talente, deine Liebe – denn dann kannst du jede Krise bewältigen. Und wenn du nicht an dich glaubst, wer soll es dann  bitte tun? Vielleicht hast du bereits einige Biografien von berühmten Menschen aus der Wissenschaft, Politik, Sport, Schauspiel etc. gelesen? Wenn nicht, dann rate ich dir hierzu. Hier liest man oft, dass jene Menschen mit vielen Rückschlägen zu kämpfen hatten, bis sich der Erfolg oder Durchbruch einstellte. Ihre Gemeinsamkeit ist: sie haben nie – nie -nie aufgegeben! Sie haben stets an sich und ihren Traum geglaubt. Und der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Die große Herausforderung des Lebens liegt darin; die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir niemals hättest träumen lassen. (Paul Gaugin)

04. Versinke nicht in Selbstmitleid

Natürlich ist man erst einmal frustriert. Das ist auch völlig okay und menschlich. Aber hadere nicht so sehr mit dir oder versinke in Selbstmitleid nach dem Motto: „Immer nur mir passiert das…“. Denn auch hier irrst du dich. Jeder von uns hat sein Päckchen, seinen Rucksack zu tragen, nur die Schwere kann variieren. Und mal ganz ehrlich, was nützt dir das Bad im Selbstmitleid? Die Antwort lautet: Nichts! Es bringt dich nicht voran, nicht deinem Ziel näher sondern bedeutet eher Stillstand und Tod.

Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer es doch noch einmal zu versuchen. (Thomas Alva Edison)

05. Sehe jede Krise als Chance an

Bedenke: Jede Krise birgt die Chance eines Neuanfangs. Die Natur macht es uns vor. Nach einem Vulkanausbruch sind alle Bäume und Pflanzen vernichtet, verbrannt und verschüttet. Doch irgendwann geht daraus neues Leben hervor.

Mangelndes Vertrauen ist nicht das Ergebnis von Schwierigkeiten. Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in mangelnden Vertrauen.

06. Steh wieder auf!

Hinfallen ist nicht schlimm. Das passiert! Doch schlimm ist, wenn man dann nicht wieder aufsteht, sondern liegen bleibt. Deshalb stehe wieder auf, rappel dich wieder hoch, auch wenn es dir noch so schwer fällt. Werde aktiv, suche nach neuen Lösungen, mache stets das Beste aus der Situation. Nimm dir das Stehaufmännchen als Vorbild. Es bekommt einen Stoß, wankt zur Seite oder nach hinten und richtet sich dann wieder auf. Sei auch du ein Stehaufmännchen.

Auch ein langer Weg, beginnt mit dem ersten Schritt.

07. Trainiere deinen Geist auf Optimismus

Der Pessimist sagt immer: „Das geht nicht!“ oder „Das kann  ich nicht!“. Der Optimist hingegen sagt: „Das muss gehen“ oder „Irgendein Weg wird funktionieren“ und macht. Das Zaubermittel hat die berühmten drei Buchstaben: T – U – N. Du musst also, wenn du eine Veränderung möchtest, etwas dafür tun. Und es hängt von deinem Blickwinkel und deinem Mind-Set ab. Beides ist veränderbar! Und denke auch stets daran, dass was du denkst und aussendest, das ziehst du auch an.

Der Pessimist sieht in jeder Chance eine Bedrohung, der Optimist in jeder Bedrohung eine Chance. (unbekannt)

08. Suche dir Vorbilder

Bereits am Anfang dieses Beitrages habe ich es erwähnt. Lies Biografien. Erstens wirst du viel Interessantes erfahren und zweitens wirst du lesen, dass viele Menschen große Herausforderungen meistern mussten und alle bestätigen, dass es sie letztendlich geprägt und weiter gebracht hat. Keine Erfahrung im Leben ist umsonst bzw. unnütz. Vertraue darauf! Alles was du lernst, mag es dir jetzt noch so unnütz erscheinen, kannst du irgendwann verwenden – wird zu deinem Vorteil sein.

Hindernisse können mich nicht aufhalten; Entschlossenheit bringt jedes Hindernis zu Fall.    (Leonardo da Vinci)

Meine persönliche Erfahrung ist, dass auch ich mit jeder gemeisterten Herausforderung, gewachsen bin. Und ich habe einige Male am Boden gelegen. Natürlich gab es Situationen, wo ich gern die heutige Reife und Erfahrung gehabt hätte. Es gibt da einiges, was mir dann erspart geblieben wäre. Doch ich möchte andererseits die Erfahrungen auch nicht missen, denn sie haben mich zu dem Menschen werden lassen, der ich heute bin. Und das Leben will nun mal vorwärts gelebt und rückwärts verstanden werden.

Wie sind deine Erfahrungen? Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Wenn du dich in einer Zwickmühle befindest und alles sich gegen dich verschwört und du meinst, nicht länger durchhalten zu können darfst du auf keinen Fall aufgeben, denn jetzt ist der Augenblick gekommen, da alles sich zum Guten wendet. (Harriet Beecher Stowe)

Ich wünsche Dir viel Kraft, Vertrauen und Erfolg!

Licht und Liebe – GINA.

 

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