Lebst du noch auf Pump?

Führst du ein Leben am Limit? Balancierst du finanziell am Abgrund entlang? Oder stehst du bereits vor einem scheinbar schier unüberwindbaren Schuldenberg? Trennungen und Scheidungen kosten Geld. Damit sind nicht nur die reinen Scheidungskosten gemeint wie Anwaltsgebühren sondern auch die neue Lebenssituation (wie doppelte Haushaltsführung etc.) verschlingt Geld. Mietkautionen, Maklercourtagen, Versicherungen, Anschaffungen wie Haushaltsgeräte etc. lassen den Kontostand schnell negativ in die Höhe schnellen. Dazu kommen meist Schuldgefühle gegenüber den Kindern, man möchte nicht immer zu allem Nein sagen, sich alles verkneifen müssen und schwups ist das Konto bis zur Schmerzgrenze überzogen, der dortige Kreditrahmen ausgeschöpft. Wir alle wissen, dass das unsere Lebenssituation noch verkompliziert – verschärft und eine Abwärtsspirale oft in Gang setzt. Was kann man nun dagegen konkret tun, wie kann man(n)/Frau dem entgegen steuern? Das erfährst du hier…

Tipps und Tricks – Schulden sind unerwünscht!

Die erste Tücke ist der Überziehungskredit, den dir deine Bank bei der Kontoeröffnung eingeräumt hat. Banken wollen verdienen und  wenn dein Konto überzogen ist, verdienen sie richtig gut an dir. Die derzeitigen Überziehungszinsen zwischen 9 – 15%. Man hat fest gestellt, dass der innere Saldo oft identisch mit dem des Kreditrahmens der Bank ist. Wer also zum Beispiel einen Überziehungskredit von 10.000 Euro von seiner Bank eingeräumt bekam, der laviert auch meistens mit Schulden in dieser Größenordnung herum. Denn dein Unterbewusstes steuert recht genau den Punkt an, bis zu dem es gehen kann. Schau dir also mal deine Bankunterlagen an. Überprüfe mal deine Kontoauszüge und deinen Kreditrahmen. Wie ist das bei dir? Fakt ist: wenn du dein Konto nicht überziehen kannst – darfst, dann tust du es auch nicht! Ist doch logisch, oder? Und genau jene Menschen kommen dann in der Regel auch mit ihrem Geld aus. Also ist es ratsam, nicht nur wegen der immens überhöhten Zinsen das Konto auf NULL zu bringen sondern auch anschließend den Kreditrahmen herunter setzen zu lassen. So kann man auch nicht in Versuchung geführt werden. Zumindest macht das so lange Sinn, bis du einen anderen Umgang mit Geld verinnerlicht hast, um ein erneutes Abrutschen zu verhindern.

Doch wie kommen wir da nun hin? Die vielen Wege aus dem Schuldenloch:

Werde dir bewusst und erkenne an

Mache dir deine derzeitige finanzielle Situation bewusst. Es macht absolut keinen Sinn hier mit Scheuklappen vor den Augen herum zu laufen. Du hast also Schulden? Dann lass dir gesagt sein: Das haben viele – viel mehr Menschen, als du vielleicht denkst. Du kannst davon ausgehen, dass fast jedes zweite Auto auf Deutschlands Straßen in Teilen einer Bank gehört. Wahnsinn oder? Daher hier der erste Tipp: Sprich mit deiner Familie offen über die Situation, ja mache deine finanzielle Misere öffentlich. Auch im Freundeskreis – du musst ja nicht alle Details hier preis geben. Sage ganz deutlich, dass du von dem Schuldenberg herunter kommen möchtest und dir hierbei Unterstützung wünschst und auch benötigst. Nein, hier ist nicht nur finanzielle Unterstützung gemeint in Form von kleineren privaten Geldleihgaben sondern auch mentale. Und natürlich sind hier alle Familienmitglieder aufgerufen, ab sofort sich ebenfalls Gedanken zu machen, wie der gemeinsame Weg denn aussehen könnte. Auf was kann man verzichten? Wo kann man Geld einsparen, ohne das es großartig schmerzt?

Gib nie mehr Geld aus, als du hast und/oder verdienst!

Ja, das ist so einfach daher gesagt. Ich weiß das! Aber wenn ich mir kein Auto leisten kann, muss ich halt nach Alternativen Ausschau halten. Vielleicht kann ich künftig die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder bei jemanden mitfahren gegen Beteiligung an den Spritkosten (Mitfahrgelegenheit)? So fallen zumindest schon mal Kosten wie Steuern, Versicherung, eventuelle Reparatur- und Wartungskosten etc. weg. Vielleicht gibt es an deinem Wohnort das „Car-Sharing“. Da kann man gegen eine geringe Mitgliedsgebühr ein Auto mieten für einen Tag. Mache dir einfach bewusst, dass zum Beispiel gerade ein Auto sehr viel kostet. Kaufst du dir womöglich einen Neuwagen auf Kredit, verliert dieser Wagen im ersten Jahr rapide an Wert. Musst du ihn dann verkaufen, weil du die Zinsen nicht zahlen kannst, stehst du in Kürze vor einem gewaltigen Schuldenberg, der rapide anwächst. (Neupreis plus Zinsen). Zur Veranschaulichung: Da das Auto, wie bereits erwähnt gerade im ersten Jahr einen gewaltigen Wertverlust hat, ist es inzwischen vielleicht nur noch 8.500 Euro (Neupreis : 15.000 Euro) wert. Das bedeutet du musst die Differenz von 6.500 Euro Schulden abbezahlen obgleich kein Gegenwert mehr existiert, denn du hast ja dann kein Auto mehr! Also überlege immer vorher, ob du dir eine solche Anschaffung überhaupt leisten kannst oder ob du dir damit womöglich dein eigenes finanzielles Grab schaufelst.

Lass die Kreditkarte daheim und bezahle nur in bar

Es ist erwiesen, dass jene Menschen, die mit Kreditkarte bezahlen, mehr Geld ausgeben als jene, die das Geld bar auf den Tisch legen. Die Hemmschwelle zur Ausgabe ist einfach deutlich geringer! Ein Portemonnaie ist die einfachste und beste Art den Überblick über die eigene Finanzsituation zu behalten. Stecke immer nur so viel Geld ein, wie du auch ausgeben möchtest und kannst. So kommst du nicht in Versuchung, doch mehr Geld für neue Schuhe auszugeben oder gar das ein oder andere angebliche Schnäppchen mitzunehmen. Denke stets daran: Die Bankkarte zu zücken ist viel einfacher, aber hierbei verlierst man auch schnell den Überblick über die tatsächlichen Ausgaben. Und kleinere Summen addieren sich recht schnell zu einer stattlichen Summe.

credit-squeeze-522549_640

Vorsichtig Internet!

Auch das Internet verleitet zum Geld ausgeben. Schnell mal bei Amazon, Zalando geschaut – manchmal auch aus Langeweile oder Frust, ist hier schnell der Button gedrückt und eine Software gekauft, ein Webinar gebucht und… Auch hier musst du wachsam sein und dich stets fragen: Brauche ich das jetzt? Ist diese Ausgabe/Investition wirklich notwendig und sinnvoll? Ja, manche Investition ist sinnvoll – doch verschulden sollte man sich trotzdem nicht. Auch hier lohnt sich ein Angebots- und Preisvergleich! Und auch hier Vorsicht bei Ratenkauf. In der Regel ist es immer teurer, als wenn man die Summe in einer Einmal-Summe tätigt. Oft ist es sinnvoller auf eine Sache zu sparen.

Reduziere deinen Lebenstil

Ihgitt! Das möchte man in der Regel nur höchst ungern, nicht wahr? Aber es hilft alles nichts. Möchtest du von deinem Schuldenberg herunter und künftig entspannter leben, dann kommst du um diesen Punkt nicht herum. Vereinfache dein Leben radikal und zwar überall dort, wo du es kannst. Das muss nicht für immer so bleiben, aber jetzt ist es unerlässlich. Hinterfrage jede Ausgabe. Brauchst du das wirklich? Vergleiche die Angebote, bevor du einkaufen gehst. Mache dir eine Einkaufsliste mit den Lebensmitteln etc. die du wirklich benötigst. Es macht durchaus Sinn als Familie oder generell im Zusammenleben mit Kindern einen Essens-Wochenplan aufzustellen anstatt Tagtäglich darüber nachzudenken und einkaufen gehen zu müssen. Kannst du Dinge selber machen? Brot backen anstatt es teuer beim Bäcker zu kaufen? Hosen flicken oder kürzen anstatt sie in die Änderungsschneiderei zu bringen. Auf den Bus verzichten und stattdessen mit dem Fahrrad fahren. Oder kannst du Talente und Fähigkeiten im Tausch anbieten? In vielen Städten gibt es Tauschbörsen. „Mähe Rasen gegen Hose kürzen etc.“. Vielleicht hast du aber auch eine Freundin, die dir die Haare schneiden kann oder… Höre und schaue dich am besten mal um.

Schau dir deine Abbuchungen auf deinem Konto mal genau an

Viele Abbuchungen sind unnütz und mache Abbuchung muss sogar nicht sein. Damit sind zum Beispiel Mitgliedsgebühren für Vereine gemeint, die du vielleicht gar nicht mehr nutzt oder wo du sogar bereits schon ausgetreten bist, die aber immer noch fleißig abbuchen. Das können Zeitung- und Zeitschriften-Abonnements sein, die du überhaupt nicht mehr regelmäßig liest, weil dir hierfür die Zeit, die Ruhe etc. fehlt. Gerade hier muss man höllisch aufpassen, weil sich diese Abo’s gern um ein weiteres Jahr verlängern, wenn man es versäumt rechtzeitig zu kündigen. Oder hast du Versicherungen, die du nicht wirklich benötigst oder die viel zu teuer sind. Ein Preisvergleich kann sich hier lohnen. Tipp: Beende laufende Verpflichtungen jetzt sofort und sofern es geht per E-Mail oder im Zweifelsfall per Einschreiben.

Versteckte Geldreserven

Hast du noch irgendwo versteckte Geldreserven? Ein Sparbuch, ein Glas mit Kleingeld, ein Sparschwein oder ausländisches Geld von vergangenen Urlauben? Dann nichts wie schnell auf das Girokonto damit. Denn genau hier zahlst du mit Abstand die höchsten Zinsen, die du möglichst schnell verringern solltest. Haben deine Kinder noch Guthaben, zum Beispiel ein Sparbuch von Opa und Oma? Dann sprich mit ihnen und leih dir ihr Geld. Wichtig ist: Sie sollten natürlich ihr Geld wieder zurück bekommen. Vereinbart wie eine Rückzahlung aussehen könnte.

piggy-bank-390528_640

Umschuldung / Umschichtung der Schulden

Wenn es bereits ganz arg ist, das Konto bis zum Anschlag überzogen ist, macht es manchmal Sinn einen Kleinkredit aufzunehmen. Sprich hier am besten mit deiner Hausbank oder einer erfahrenen Person deines Vertrauens, welche Möglichkeiten es hier für dich gibt. Achte jedoch darauf, dass der Kreditrahmen deines Kontos auf Null gesetzt wird, sonst zahlst du im schlechtesten Fall bald zwei Kredite ab. Auch ein Gang zur Schuldnerberatung kann manchmal sinnvoll sein.

Stecke auf keinen Fall den Kopf in den Sand. Es nützt nichts, Briefe mit Rechnungen und Mahnungen zu ignorieren. Mache dir lieber einen Plan wie du deinen Schuldenberg abbauen kannst. Du schaffst das nicht allein? Dann suche dir professionelle Hilfe. Vereinbare einen Termin mit deiner Bank und lasse dich dort beraten. Falls du befürchtest, nicht alles dort zu verstehen, nimm eine Begleitung mit und frage stets nach. Es geht hier um dich, dein Geld, deine Lebenssituation und um dein Wohlbefinden. Du möchtest doch etwas daran positiv verändern, nicht wahr? Dann ist es auch wichtig, dass du hinsichtlich deiner Konten und Kredite alles weißt und verstehst. Also scheue dich nicht, nachzufragen! Du solltest jederzeit den Durch- und Überblick haben. Übernimm die Verantwortung!

Keine Frage: Geld ausgeben geht viel leichter und schneller als sparen. Aber schlaflose Nächte und permanente Geldsorgen vermiesen dir nicht nur dein Leben sondern können dich sogar krank machen. Willst du das riskieren?  Außerdem habe ich bereits erwähnt, dass es in Zukunft nicht so bleiben muss, dass du zu allem „Nein, das geht nicht!“ sagen  und dir jegliche Wünsche und Luxus verkneifen musst. Hier auf dem Blog stelle ich dir unter Anderem  getestete Einkommensquellen vor,  kann dich dabei unterstützen deine Berufung zu finden oder ein eigenes Business aufzubauen sowie mit dir an deinem Mindset arbeiten. Außerdem stelle ich dir andere Blogs und Seminare vor, die dich weiter voran bringen können…. also trage dich in den Newsletter ein oder schau hier hin und wieder mal vorbei.

Licht und Liebe – GINA

 

2 Gedanken zu „Lebst du noch auf Pump?

  1. In der heutigen Zeit geraten immer mehr Menschen in die Schuldenfalle, weil es einfach immer einfach wird Geld auszugeben, was man gar nicht besitzt. Dann aus diesem Schuldenberg zu kommen ist ein harter und oftmals auch langer Weg. Man sollte frühzeitig lernen mit Geld umzugehen, um eine solche Situation aus dem Weg zu gehen.

    1. Hallo Katja,
      da gebe ich dir Recht. Heute lauern anhand von Ratenkauf, angeblich günstigen Zinsen und Krediten allerhand Fallstricke. Und viele zahlen bereits ausschließlich mit der Bankkarte anstatt mit Bargeld und verlieren so schnell den Überblick. Generell sollte man nur das Geld ausgeben, was man auch hat bzw. einnimmt. Das Abtragen eines Schuldenbergs ist hart und mühsam. Daher ist es umso wichtiger, Kindern das entsprechend vorzuleben und ihnen zu zeigen, wie man gut mit Geld umgeht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*