Tipps gegen den Herbstblues

Der goldene Herbst ist da, das Laub verfärbt sich in bunten Farben, die Temperaturen sinken und die Tage werden merklich kürzer. Oft ist das Wetter eher schmuddelig als sonnig und drückt dann vielen Menschen auf das Gemüt. Sie fühlen sich dann niedergeschlagen, antriebslos und klagen über den sogenannten „Herbstblues“. Am liebsten würden sie sich verkriechen, den ganzen Tag im Bett oder auf dem Sofa verbringen und gar nichts tun. Um den entgegen zu wirken, ist es umso wichtiger, unserer Seele ein paar Extra-Streicheleinheiten zu gönnen. Wie du dies tun kannst, erfährst du hier…

Stopp den Herbstblues

  • Selbst wenn du dich körperlich topfit fühlst, solltest du die Pflege deiner Seele stets im Auge behalten und nicht vernachlässigen. Körper – Geist und Seele bilden eine Einheit und sind untrennbar miteinander verbunden. Geht es der Seele schlecht, zeigt sich dies in Folge in körperlichen Symptomen. Langfristig kann seelischer Stress sogar dazu führen, dass die Botenstoffe mit denen die Nervenzellen kommunizieren, nicht mehr richtig arbeiten und Zellen in Folge absterben.  Was kannst du für dich und dein Wohlbefinden tun?

Nach dem Sommer den Herbst leben, Wind in klaren Tagen, kühl und rein. Leide den Herbst verführen, um schon bald Winter zu sein.

Wirke dem Mangel an Sonnenlicht entgegen

Der Mangel an Sonnenlicht sorgt in unserem Gehirn über den Nucleus suprachiasmaticus – unserer inneren Uhr – dafür, dass die Zirbeldrüse ihre Produktion des Schlafhormons Melatonin kräftig ankurbelt. Gleichzeitig wird die Produktion des Glückshormons Serotonin, welches stimmungsaufhellend und antriebssteigernd wirkt, durch den Lichtmangel zurückgefahren. Ebenso verhält es sich mit den Botenstoffen Noradrenalin und Dopamin. Die Folge ist: Dadurch fühlen wir uns müde und niedergeschlagen.

Ein  Stimmungstief kennt jeder von uns und hat sie bestimmt bereits schon mehrere Male durchlebt. Wenn jedoch bei dir ein solches Tief mehr als 14 Tage anhält, dann solltest du dieses Warnsignal ernst nehmen. Ich rate dir dann einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Doch es gibt auch die kleineren, kürzeren Tiefs, die unser Leben grau und farblos erscheinen lassen. Und hierfür nun ein paar Tipps:

Geh raus an die Luft und bewege dich

Immer noch der Klassiker und die Erste-Hilfe-Maßnahme gegen den Herbst-Blues. Daher nutze besonders die schönen Herbsttage, wo die Sonne scheint und geh raus und bewege dich. Ich habe heute schon im Garten gearbeitet und das Laub unter Anderem zusammen geharkt. Ich liebe das, Laub harken hat für mich meditativen Charakter. Auch du solltest mehr raus an die frische Luft gehen. Nach Möglichkeit nicht in belebte und viel befahrende Einkaufsstraßen, sondern lieber einen Park oder ein Waldgebiet aufsuchen. Genieße ganz bewusst die Natur, erfreue dich am bunten Herbstlaub, an den Kastanien und Eicheln, beobachte die Eichhörnchen oder wenn es geht das Wild und atme die gute klare und kühle Luft bewusst tief ein. Wann immer es geht, rate ich dir, gehe hinaus. Nutze deine Mittagspause um einen Park aufzusuchen, schlendere ein wenig im Laub hin und her, spüre und höre wie es unter deinen Füßen knistert. Oder ziehe dich warm an, Handschuhe und Mütze nicht vergessen und schwinge dich auf dein Fahrrad. Licht in Kombination mit Bewegung tut jetzt besonders gut und wenn du es schaffst, solltest du 3x die Woche ein paar Bewegungs-/Sporteinheiten in deinen Alltag einbauen. Das kann zum Beispiel folgendes sein: joggen, walken, Rad fahren, Gymnastik, Tanzen etc. Tanzen ist sogar besonders effektiv, da Bewegung und Musik dir automatisch zur guten Laune verhelfen und somit die trüben Gedankenwolken beiseite geschoben werden.

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Bring Farbe in deinen Alltag

Farben haben viel Kraft. Nicht umsonst gibt es spezielle Farbtherapien – Lichttherapien, wo verschiedene Farben eingesetzt werden. So wie der Herbst sein buntes Kleid anzieht, solltest auch du deine Garderobe wählen. Gelb und Orange wirken stimmungsaufhellend, Rot schenkt uns Energie, Grün beruhigt das Auge und erfrischt zugleich. Auch bei der Wahl deines Obstes solltest du die bunte Vielfalt wählen: Bananen, Nektarinen, Orangen und zum Beispiel grüne Äpfel. Gerade jetzt, wo es auf den Winter zugeht, ist eine Vitaminzufuhr enorm wichtig.

Dekoriere deine Wohnung neu

Wenn gerade die Renovierung ansteht, dann denke doch mal über eine kräftige Farbe für das Wohn- oder Arbeitszimmer nach. Es müssen ja nicht gleich alle Wände sein, eine Wand in einer kräftigen Farbe hat durchaus eine starke Wirkung. Auch hier sorgen gelb und orange für Helligkeit, mehr gefühlte Leichtigkeit und Heiterkeit. Dir ist das zu aufwendig? Dann bringe ein wenig Farbe mit ein paar neuen Accessoires (Kissen, Kerzengläser, kleine Flickenteppiche etc.) in deine Bude. Der Vorteil ist: du kannst sie jederzeit austauschen und gegen andere Wohlfühlaccessoires austauschen.

Nutze die Welt und Wirkung der Düfte

Alles hat einen Geruch. Wir sind von Gerüchen wie von Farben umgeben. Und man kann selbst viel für einen guten Raumduft sorgen. Dazu gehört nicht nur das Lüften, sondern ein Diffuser oder eine Duftlampe. Besorge dir zwei ätherische Öle deiner Wahl. Ätherische Öle enthalten bestimmte Moleküle, die gehen in die Nase und von dort gelangen sie als Signal ins limbische System und sorgen für die Ausschüttung neurochemischer Stoffe. Doch pass hier ein wenig bei der Wahl des ätherischen Öls auf. Es gibt viel synthetisch hergestellte und die verursachen oft eher Kopfschmerzen als dass sie etwas Gutes bewirken. Ich persönlich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit der Aromatherapie und benutze und vertreibe in meiner Praxis und daheim nur reine, hochwertige ätherische Öle. Solltest du Interesse haben, dann sprich bitte an. Welche Öle sind zu empfehlen? Mandarinenöl hilft die gedrückte Stimmung, seelische und körperliche Verkrampfungen zu lösen. Lavendel- und Bergamotteöl regen die Serotoninproduktion an, Wacholder wirkt nicht nur erwärmend sondern auch aufbauend und sorgt als „Nerventonikum“ für Klarheit und eine bessere Konzentration. Du siehst es gibt hier verschiedene Möglichkeiten und wie bereits erwähnt sind hochwertige ätherische Öle vielseitig nutzbar. Man kann sie nicht nur für einen Diffuser benutzen sondern Massageöle und andere Pflegeprodukte damit herstellen. Oft reicht es auch aus, dass man 1-3 Mal nur an dem Fläschchen schnuppert. Ich trage  meistens in den Wintermonaten ein Öl in der Tasche bei mir.

Eine weitere Möglichkeit gegen den Herbst- und Winterblues anzugehen, ist die Lichttherapie. Diese wird oft bei Depressionen aber auch bei Hauterkrankungen eingesetzt. Im Fachhandel bekommst du spezielle Farblampen für dein Zuhause und entsprechende Literatur.

Der „Quickie“ – Wechselduschen

Ich höre bereits deinen Aufschrei. Ja, ich gebe ich: Wechselduschen sind gewöhnungsbedürftig. Aber es lohnt sich. Kaum etwas wirkt belebender als jene berühmten Duschen. Und ganz nebenbei sorgen sie für eine feste, straffe Haut und beugen sogar der gefürchteten Orangenhaut vor. Zur Stärkung der Abwehrkräfte sollte man Wechselduschen mindestens 3x die Woche praktizieren. Die tolle Wirkung spürst und siehst du recht schnell: der Körper wird besser durchblutet, die Haut kribbelt, die Wangen sind gerötet und der Kopf fühlt sich frisch, klar und wach an. Probiere es unbedingt einmal aus! Anfangen tut man immer mit der Herz-abgewandten Seite – also am rechten Fuß und Bein und immer mit warmen Wasser. Also die Reihenfolge ist wie folgt: rechter Fuß/Bein, dann wechsele zum linken Fuß/Bein, anschließend rechter Arm, dann der linke Arm von der Hand bis zur Schulter und dann folgt Bauch und Rücken. Danach folgt das Programm mit kalten Wasser (so kalt wie möglich), dann wieder warm und beenden tut man die Wechselduschen immer mit kaltem Wasser.

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Ölen, cremen – tu dir was Gutes!

Unsere Haut wird in der kälteren Jahreszeit immer trockener durch die dickeren Kleidungsschichten und durch die warme Heizungsluft. Daher freut sich deine Haut über eine extra Portion Pflege. Wenn du Zeit nach dem Duschen hast, dann gönne deiner Haut doch eine große Portion Feuchtigkeit durch eine tolle Pflegecreme oder einem Massageöl. Gerade jetzt nimmt sie diese Pflege besonders gut an. Im Fachhandel bekommst du recht viele verschiedene Cremes und Öle. Ich persönlich bevorzuge die Produkte von Dr. Hauschka und von Weleda. Aber du kannst dir auch mit einem hochwertigen ätherischen Öl ein eigenes Massage-und Pflegeprodukt herstellen. Und das ist nicht einmal teuer, denn von dem Öl brauchst du nur ein paar Tropfen. Außerdem macht es Spaß und man kann hier herrlich experimentieren.

In der Ruhe liegt die Kraft

Diesen Spruch kennst du sicherlich bereits. Du solltest es der Natur und den Tieren nachmachen. Lass alles ruhiger angehen, mache es dir daheim so richtig gemütlich. Kerzen, warme kuschlige Plaids, Kissen, dicke Kuschelsocken und auch eine Wärmflasche sorgen hier schnell für eine Wohlfühlatmosphäre. Jetzt ist endlich wieder die Zeit ein gutes Buch zu lesen, Musik zu hören oder eine schöne DVD anzuschauen. Es gibt so viele Möglichkeiten, ob allein oder lieber zu zweit. Zu zweit oder mal mit mehreren Freunden einen gemeinsamen Wellnesstag daheim oder DVD- oder Spieleabend zu zelebrieren, macht richtig Spaß und vertreibt ebenfalls dunkle Gedankenwolken.

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Punsch, Tee, Schokolade und mehr…

Punsch und Tee erwärmen dich von innen. Heiße Schokolade kurzfristig auch, aber sie sorgt auch für die Ausschüttung von Glückshormonen. „Schokolade hilft immer“ hat meine Großmutter schon behauptet. Und es stimmt. Du möchtest lieber eine kalorienarme Variante? Dann küsse mal wieder. Wusstest du, dass ein intensiver Kuss etwas gleich viele Glückshormone freisetzt wie 25 Gramm Schokolade? Und Küssen macht Spaß. Also sei großzügig und verschenke deine Bussis an deinen Liebsten, deine Kinder und…

Zu guter Letzt: Wusstest du das unsere Region ein Vitamin-D-Mangelgebiet ist? Ja, so ist es leider. Hier scheint zu wenig die Sonne und ein Vitamin-D-Präparat kann die daraus resultierenden Folgen ausgleichen. Lasse dich von deinem Arzt oder Apotheker hier beraten.

Ich wünsche dir eine tolle Herbstzeit. Genieße sie. Ich liebe den Herbst. Es ist meine allerliebste Jahreszeit. Bleib gesund und gut drauf!

Licht und Liebe – GINA

2 Gedanken zu „Tipps gegen den Herbstblues

    1. Da gebe ich dir absolut Recht Martin. Zumal es nicht nur der körperlichen Fitness gut tut, sondern durch Sport auch Glückshormone ausgeschüttet werden. Und wenn man Sport noch nach draußen verlagert und sich entsprechend kleidet, tut man gleich noch etwas für das Immunsystem und trotzt dann eher Grippeviren etc.

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